Literarischer Märchenroman
Ritt ins Licht
Manche Träume führen nicht fort. Sie führen zurück an den Anfang.

Nacht für Nacht reitet Max auf einem namenlosen Pferd durch eine Welt, in der das Menschsein erst entsteht.
Sonne und Mond liegen noch auf der Erde. Zunächst scheint nichts zu fehlen. Doch mit jeder Reise kommt etwas hinzu, das für uns längst selbstverständlich ist: Hunger und Angst, Sprache und Erinnerung, Nähe und Verlust.
Max erlebt diese Erfahrungen nicht als Begriffe. Er erlebt ihren Anfang. Wie aus Lauten Sprache wird. Warum Menschen Dingen Namen geben. Weshalb Erinnerung ebenso schmerzen wie verbinden kann. Was für uns selbstverständlich ist, begegnet ihm dort noch einmal zum ersten Mal.
Doch Max lebt zugleich ein ganz gewöhnliches menschliches Leben. Seine Großmutter beginnt, seinen Namen zu vergessen. Er verliebt sich, wird Vater und schließlich selbst alt. Die Träume begleiten ihn durch die Jahre – und mit jedem Abschnitt seines Lebens verändert sich, was sie ihm bedeuten.
So führen zwei Reisen nebeneinander her: die durch eine Welt, in der der Mensch erst entsteht, und die durch ein Leben, in dem Max selbst erfährt, was es bedeutet, einer zu sein.
Was macht uns eigentlich zu Menschen?
Max sucht im Traum nach dem Anfang des Menschen. Und findet ihn schließlich im eigenen Leben.